Die Anreise bis zum Kloster Mildenfurth
erfolgte heute in Fahrgemeinschaften mit Pkw.
Bis die letzten Wanderer ankamen betrachteten
wir am Klostergelände einige Kunstwerke des
Bildhauers Kühn. Danach sahen wir uns eine
Furt durch die Weida an, die noch in Betrieb ist.
Insgesamt gab es hier sechs Furten über die Weiße
Elster und mindestens drei über die Weida. Sie
sind die Namensgeber für Mildenfurth. Das
Kloster entstand 1193 als Hauskloster der
Vögte von Weida und ist heute eine Ruine,
an der seit Jahr-zehnten gebaut und geforscht
wird. Wir wanderten auf dem Elsterperlenweg
nach Wünschendorf und sahen uns die überdachte
Holzbrücke von 1786 an, über die auch heute noch
Pkw fahren dürfen.
Auf einem "Schleichweg" kamen
wir hinauf zur Kirche St. Veit, wo wir eine
Führung mit Turmbesteigung erlebten. Diese Kirche
ist die älteste im Vogtland. Der älteste Teil, eine
Taufkapelle, stammt von 974, als auf dem Veitsberg
noch eine Burg stand. Die Kirche wurde über die
Jahrhunderte erweitert und hat verschiedene Baustile
vereint. Über den Veitsberg ging es weiter rund um
Wünschendorf mit schönen Ausblicken und umgeben von
blühender Natur. Die Pollen, die förmlich von den
Bäumen geschüttet wurden, überzogen alles mit einer
gelben Schicht. Durch den Ortsteil Cronschwitz
wanderten wir auf die gegenüber liegende Seite
des Wünschendorfer Beckens dem Märchenwald zu.
In der "Märchenwaldbaude" wartete schon das
Mittagessen auf uns. Satt und gut gestärkt
ging es zu den fleißigen Männlein im Märchenwald
und weiter über den Höhenzug mit Blick auf die
Weiße Elster durch den Wald zurück ins Dorf. Nun
wanderten wir über die Holzbrücke in Richtung Kloster,
wo uns ein Regen-schauer überraschte. Als wir bei
unseren Fahrzeugen ankamen, schien schon wieder die
Sonne. Zufrieden fuhren alle ihrer Heimat entgegen.