Endlich haben wir den Winter hinter uns gelassen,
der uns Ostern noch mal Schnee geschickt hatte.
Bei milden Temperaturen und Sonnenschein begannen
wir in Jocketa unsere Wanderung durch die Vogtländische
Schweiz.
Nachdem wir die Elstertalbrücke auf halber Höhe
überquert und dabei an die Sprengung vor 70 Jahren
erinnert hatten, stiegen wir den schmalen Pfad hinauf
zur "Sommerfrische Friedrich-August-Stein". Hier hat ein
Künstler sein Domizil. Einige Plastiken im Freien künden
von seiner künstlerischen Tätigkeit.
Am Elsterhang entlang kamen wir nach Röttis,
sahen uns das kleinste Haus an und gingen von
dort zur Pfaffenmühle. Hier beginnt das romantische
Nymphental, aber noch war alles grau-braun statt grün.
Die Buschwindröschen kündigten aber bereits den Frühling an.
An der Teufelskanzel vorbei wanderten wir im Elstertal
bis zum Gasthof "Lochbauer", wo es zu unserer Überraschung
einen Brunch gab.
Nach ausgiebiger Stärkung ging es über
die Schäferbrücke zum Wald am anderen Elsterufer und
weiter bergauf zum Eisenberg. Auf den Mosenturm hinauf
steigen wollte heute niemand - alle hatten zu viel gegessen
und brauchten eine Pause. Anschließend wanderten wir zur
Friedenshöhe, schauten hinab ins Tal und nach Jocketa.
Wir gingen wieder bergab an der bronzezeitlichen
Wallanlage vorbei ins Triebtal, überquerten den
Fluss und wanderten diesmal am linken Ufer weiter.
Über einen steilen Weg kraxelten wir den Hang hinauf
und kamen an der ehemaligen Gaststätte "Adleralm" vorbei.
Leider gibt es hier in Jocketa kaum noch Gaststätten.
Einen Kaffee hätten wir gern noch getrunken.
Also gingen wir zum Bahnhof, warteten an der
überdachten Bushaltestelle den Regenschauer
ab und fuhren mit der Vogtlandbahn wieder nach Hause.