Zur letzten diesjährigen Wanderung, die nur 5 km
lang war, kamen auch ein paar Wanderfreunde mit,
die altersbedingt gar nicht mehr recht in "Wander-Form"
sind. Mit dem Freizeitbus fuhren wir bis zum
Rodewischer Busbahnhof und gingen durch den Stadtpark zum
Schlösschen. Es schneite große Flocken, wie es sich zur
Eröffnung des Auerbacher Weihnachtsmarktes gehört.
Die Begeisterung der 27 Teilnehmer hielt sich allerdings
in Grenzen, als wir den Berg hoch in Richtung Auerbach-Sorga
unterwegs waren und die Kleidung immer mehr durchweichte
und "Einheitsfarbe weiß" annahm. Die ersten Wanderer schnauften schon.
Die Reihe zog sich in die Länge, so dass wir die "angeschlagene"
Gruppe lieber auf eine Abkürzung schickten. Am Museum trafen
wir uns wieder, holten die Eintrittskarten für die Kellerführung
und gingen schnell noch mal auf Toilette, ganz wichtig an solchen
nassen Tagen. Dann hatten wir Zeit zum Marktbummel und Mittagessen.
Einige besuchten das Gasthaus "Zum Kerkermeister", das sich
in einem der uralten Markthäuser befindet und ein schönes Gewölbe
hat. Hier im Gebiet um den Altmarkt gibt es einige sehr gut
erhaltene Kellergewölbe, die man früher zu unterschiedlichsten
Zwecken nutzte. Im Amtsgericht zum Beispiel wurden vor 200 Jahren
bis zu 80 Gefangene im Tonnengewölbe eingekerkert. Wahrscheinlich
standen alle Keller durch Gänge untereinander in Verbindung,
denn in Kriegszeiten oder bei Feuersbrünsten boten sie der
Bevölkerung Schutz. Manche Keller haben sogar einen Brunnen.
Wir erfuhren bei der Führung viel über die Geschichte der
Stadt. Es ging nicht nur hinab in die Keller, sondern auch
hinauf zum Schlossturm. Von da oben kann man die ganze Stadt
überblicken. Zum Schluss fanden sich die meisten Teilnehmer
noch mal kurz im Museum ein, besichtigten die
Weihnachtsausstellung und gingen dann gegen 17 Uhr
gemeinsam zur Bushaltestelle.
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