24 09 2015 - Auf dem "Vogtländischen Knollensteig"



Heute geht's unter der Leitung von Siegfried und Joachim zum "Knollensteig". Mit der Vogtlandbahn fuhren 15 Wanderer bis Hundsgrün. Siegfried hielt am Bahnhof einen Kurzvortrag zur historischen Verbreitung der Kartoffel von den Inkas über die Spanier bis ins Vogtland. Bei uns im Vogtland wurde die Knolle schon rund 100 Jahre eher gegessen als der Preußenkönig Friedrich II. den "Kartoffelbefehl" gab, denn Pilgramsreuth ist nicht weit weg. Die fränkischen Bauern bauten dort bereits Ende des Dreißigjährigen Krieges die ersten Kartoffeln an und bekämpften so die Hungersnot. Wir wanderten danach über Unterwürschnitz an der alten Wehrkirche vorbei auf dem Lehrpfad bergauf bis zum ersten Rastplatz. Überall gab es Infotafeln zum Kartoffelanbau, aber keine einzige echte Kartoffel sahen wir - nur Maisfelder. Dafür hatten die "Schwammejäger" mehr Glück. Im Wald und am Wegesrand standen die schönsten Pilze - essbare und giftige. Alle freuten sich über ihre "Beute". Am Ende des "Knollensteigs" ruhten wir uns ein wenig am zweiten Rastplatz aus. Langsam kam der Hunger, aber keine Kartoffeln… Im Wirtshaus in Tirschendorf war zwar der Tisch gedeckt, jedoch keine Bedienung - und das wohl schon ein paar Jährchen! Wir naschten ein paar Pflaumen oder vertrieben uns die Zeit auf dem Spielplatz, bis der Bus nach Oelsnitz kam. Im Gasthaus "Zum Vogtländer" stärkten wir uns an den schmackhaften Speisen, die im Angebot waren, und wanderten danach gemächlich zum Bahnhof, wo uns die Vogtlandbahn wieder nach Hause brachte.

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