Außerhalb des Vogtlandkreises können wir nur mit Gruppenfahrschein
fahren und das erfordert die Anmeldung jedes Wanderers. Das ist ja
ganz einfach, wird der Leser denken, aber nicht bei uns! Nachdem die
Gruppenkarte für 16 Personen gekauft war, meldete sich eine wieder
ab, stand aber doch am nächsten Morgen am Bahnhof. Die zweite hatte
Zweifel, aber sie wollte diesmal unbedingt teilnehmen - kam aber
nicht. Wir fuhren mit der Vogtlandbahn über Werdau nach Steinpleis -
das ist neu. Vielleicht deshalb stiegen zwei Wanderfreunde in Werdau aus.
Einer schaute in den Fahrplan, dann gingen beide ohne sich umzudrehen
durch die Unterführung, während der Zug Richtung Steinpleis losfuhr. W
ir trafen sie wieder, als wir in Schönfels gerade mit dem Mittagessen
fertig waren. Aber der Reihe nach:
Unter Sabines Leitung wanderten wir von Steinpleis nach Lichtentanne.
Hier beginnt der Rußbuttensteig. Dieser schöne Wanderweg wurde vor ca.
10-15 Jahren angelegt mit vielen einheimischen Gehölzen, darunter
Obstbäume, Holunder und andere Büsche, von denen nur noch wenige stehen.
Auch die Tafeln über die "Schiebböcker", die die Rußbutten und andere
Waren zur Weiterverarbeitung bis nach Leipzig geliefert haben, sind
zerstört worden. Schade! Die schönen Ausblicke ins weite Land blieben
uns jedoch erhalten. In Schönfels gingen wir bis zur Kirche und sahen
uns den einst bedeutenden Ort an. Wir waren bereits 11 Uhr zum Mittagessen
in der Gaststätte "Teichschänke" und wollten nach dem leckeren Essen bald
weiter wandern, als unsere zwei vermissten Kollegen eintrafen. Sie saßen
schon ein Weilchen im Burgrestaurant und warteten auf uns, aber Sabine
hatte ja in der "Teichschänke" bestellt! Nun warteten wir, bis sie
gegessen hatten, und dann ging es weiter nach Gospersgrün und im
Römertal entlang nach Steinpleis. Diesmal nahmen wir den Weg durch
die imposante Römertalbrücke und statteten dem Café Römer einen
Besuch ab. Hier genossen wir unter den Sonnenschirmen ein kühles
Eis oder einen Kaffee, bevor es zum Bahnhof ging. Es war wieder
sehr warm wie die meiste Zeit in diesem Sommer, aber alle haben
den Weg gut überstanden und freuen sich auf die nächste Wanderung.