Es hat leicht abgekühlt und schon stieg die Zahl der Wanderfreunde wieder an. Heute waren 21 Teilnehmer plus Hund Herbert am Start. Mit der Vogtlandbahn fuhren wir nach Sohl und nutzten damit das Kleingruppenticket voll aus! Ab Sohl wanderten wir bergauf nach Schwarzbrunn und dann den Vogtlandpanoramaweg weiter. Eine neue Schutzhütte mit Hüttenbuch und Stempel, die Heinkhütte, lud zum Verschnaufen ein. Über Nacht hatte es geregnet und der Dunst stand noch im Wald. Da waren kurze Pausen notwendig. Aber dann führte der Weg angenehm durch den Wald. Bevor wir nach Raun kamen, legten wir noch eine kurze Pause ein und ließen den Blick in die Ferne schweifen. Drüben auf der Höhe liegt Landwüst, das wir im nächsten Jahr wieder mal besuchen möchten. Auf dem Rauner Kirchsteig gelangten wir zum denkmalgeschützten Ort mit der kleinen sehenswerten Kapelle aus dem 16. Jh. In Raun gibt es sehr viele Fachwerkhäuser im Egerländer Stil. Unser Wanderweg führte weiter durch Wald und Feld. Die Sonne wechselte sich mit Wolken ab, bis wir kurz vor Brambach einen Regenschauer erlebten. Zum Glück saßen wir unter einem Dach und aßen gerade unser Frühstücksbrot. Unsere Regenjacken konnten wir aber bald wieder ausziehen, denn im Kurpark schien bereits die Sonne wieder. Von den Heilquellen haben wir nichts getrunken, denn wir wollten doch lieber im Parkhotel ein Radler oder Bier genießen. Nach der späten Mittagspause wanderten wir zur Ortsmitte Bad Brambach weiter und probierten im Eiscafé Grenzland Kaffee und Eis. Anschließend sahen wir uns noch ein wenig um und fanden neben der Kirche eine Tafel, die uns darauf hin wies, dass die Nachbargemeinde Fleissen bis ins 19. Jh. zum Kirchspiel Brambach gehörte. Heute heißt der Ort Plesna und liegt in Tschechien. Als die Vogtlandbahn aus Eger (Cheb) am Bahnhof Bad Brambach eintraf, ist sie zuvor auch durch Plesna gefahren. Wir stiegen ein und fuhren in einer angenehmen Zeit von reichlich einer Stunde wieder nach Reichenbach zurück. Fahrpläne ändern sich auch manchmal zugunsten der Reisenden. |