Das wechselhafte, meist heiße Wetter bringt die
alten Wanderer ganz schön an ihre Grenzen. Heute
gingen nur elf Leute aus der Wandergruppe mit,
aber dafür hatten wir Verstärkung von der Jugend.
Im Rahmen des Mehrgenerationenprojektes fuhren
noch 12 Ferienkinder und ihre Erzieherin mit nach
Weischlitz. Zuerst führte uns Gabi zur Schafbrücke
und zum Alten Gut, anschließend wanderten wir über
den Vogtlandpanoramaweg nach Kürbitz. Dieser kleine
Ort ist rund 800 Jahre alt, hat eine reich ausgestattete
Kirche und eine alte Steinbogenbrücke über die Weiße
Elster, die beide Seiten des Dorfes seit 700 Jahren
verbindet.
Das ehemalige Rittergutshaus wurde saniert,
ist wieder in einem sehenswerten Zustand und dient als
Wohnhaus. Wir besuchten die Salvatorkirche und ließen
uns ein wenig aus der Geschichte erklären. Die Kühle im
Inneren war Allen eine Wohltat, aber bald setzten wir
unseren Weg mit immer neuen Ausblicken in die vogtländische
Umgebung fort. Im schattigen Wald legten wir eine
Pause ein und aßen, was wir im Rucksack hatten - oder
was andere im Rucksack hatten? Der VPW wird von der
Feuerwehr Kürbitz ordentlich gepflegt und ist gut
ausgeschildert. Auch eine neue Sitzgruppe wurde aufgestellt.
In Straßberg machten wir unter Bäumen noch einmal Rast,
bevor wir den letzten Abschnitt unserer Wanderung unter
die Füße nahmen.
Jetzt "schwächelten" schon einige unserer
Kinder. Zwar sind sie anfangs schnell voraus geeilt,
aber nun war der Schwung zu Ende. Einige fragten ständig,
wie weit es noch bis Plauen ist, aber die Aussicht auf's
Straßenbahn fahren trieb alle mit "letzter Kraft" die paar
hundert Meter bis zur Haltestelle Neundorf voran.
Die Straßenbahn ließ nicht lange auf sich warten
und brachte uns zum oberen Bahnhof Plauen.
Dort hatten wir genügend Zeit für einen Kaffee oder ein Eis,
bevor uns die Vogtlandbahn nach Hause fuhr.
Unsere Ferienkinder bekamen ein dickes Lob für
ihre Ausdauer und Disziplin während der Wanderung.